Folgt uns auf den Goodwood Motor Circuit

Auf diesem Rundkurs wird ein gutes Fahrverhalten mehr belohnt als schiere Antriebskraft

Der Goodwood Motor Circuit liegt an der südenglischen Küste, in der Region West-Sussex, und öffnete seine Pforten im September 1948. Er war somit der Schauplatz des ersten Motorsport-Treffens auf britischem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg – aber Goodwood blickte bereits da auf eine lange Geschichte im Rennsport zurück: Zwölf Jahre zuvor hatte Freddie March, neunter Herzog von Richmond, Goodwoods erstes Motorsportevent ausgerichtet: Ein Bergrennen auf seinem Landsitz, nur für eine kleine Gruppe von Lancia-Begeisterten. Diese kleine Versammlung sollte letztlich zum Festival of Speed heranwachsen.

Erbaut wurde der Rundkurs entlang der Umfahrungsstraße des Flugplatzes Goodwood, der während des Zweiten Weltkrieges vom britischen Militär genutzt wurde. Als die Rennstrecke 1948 eröffnete, waren 85 Fahrer und 15.000 Zuschauer mit von der Partie. Eine eindrucksvolle Zahl, wenn man bedenkt, dass die Printmedien zu dieser Zeit die Nachricht von der Eröffnung nur sehr langsam verbreiteten. Das Rennen entlohnte die Zuschauer aber mit Hochgeschwindigkeitsjagden und Reifen-an-Reifen-Action. Bereits im Jahr 1948 war die Strecke dafür bekannt, schnell und mit einigen kniffligen technischen Stellen versehen zu sein sowie nur wenig Auslaufstrecke zu bieten.

Das kommt Ryan Stewart natürlich sehr gelegen, da sein Porsche Cayman S genau das richtige Fahrverhalten hierfür aufweist. Ryan hatte das Glück, den Goodwood Motor Circuit beim Players Classic aus nächster Nähe zu erleben. Bei einer Show, die es möglich macht, alle Seiten der Automobilkultur zu feiern, von Showcars bis hin zu Rennwagen jeglicher Machart. BILSTEIN war mit dabei beim Event, um den Kunden die Technologien näherzubringen, die derzeit zu haben sind. Ryans Cayman trägt dabei den BILSTEIN-Rennanzug und fährt mit einem B16 DampTronic® Gewindefahrwerk, um das Maximum aus seinem 320 PS starken Porsche-Sechszylinder-Motor herauszuholen.

Wie viel das ist, zeigte sich bei der hohen Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Beachtlich vor allem, weil durch eine weitere Schikane auf der Zielgeraden in den letzten Jahren ein wenig Geschwindigkeit von der Strecke genommen wurde. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie sich Ryans Cayman-Projekt weiterentwickelt, wenn er sein Fahrwerk-Setup noch weiter verbessern kann. Womöglich ist er dann beim nächsten Mal sogar noch schneller unterwegs.

Es ist unglaublich, dass die historische Strecke heute immer noch befahrbar ist. Eine Menge Arbeit wurde hineingesteckt, um sicherzustellen, dass der historische Kurs intakt bleibt und man in vollen Zügen die Nostalgie genießen kann. Alle Gebäude sind in die originalen Gewandungen gehüllt und das Fahrerlager ist genau so, wie es vor gut 65 Jahren war. Nach wie vor ist Goodwood eine technisch anspruchsvolle Strecke mit Steilkurven und Abschnitten, auf denen es richtig ruckelig wird. Hier lohnt sich eher gute Kurventechnik als schiere Kraft.